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RICHTER Consulting & Training
Doris und Dieter Richter
Bad Wörishofen

Betriebliches Knowhow für Unternehmer und Geschäftsführer - Führung Tipp 4: Führungskreissitzungen durchführen

Dies ist ein Punkt, der von vielen Unternehmen sträflich vernachlässigt wird: „Was sollen diese Sitzungen, wir tauschen uns doch sowieso ständig aus“ oder „wir haben nichts zu besprechen, für das sich eine extra Sitzung lohnt“ oder „man kann auch alles übertreiben mit den ewigen Sitzungen, bei denen doch nichts rauskommt“.
Sie sehen, ich kenne die Begründungen genau, aber die sind alle falsch.

Warum braucht man Führungskreissitzungen?
Um in Ruhe über alle grundsätzlichen Dinge des Unternehmens in regelmäßigen Abständen zu sprechen.

Was sind „grundsätzliche“ Dinge?
Beispielsweise:
> Stimmen unsere Ziele noch? = Sind wir geschäftlich auf dem richtigen Weg?
> Stehen wir geschäftlich gesund da? = Stimmt unser Ertrag, unsere Liquidität?
> Wo werden wir voraussichtlich in 3 Jahren stehen? = Haben wir eine geschäftliche Zukunftsperspektive?
> Gibt es dauerhaft Probleme im Unternehmen und wenn ja, wodurch entstehen die? = Was bremst uns permanent, was sollten wir ändern?
> Wo können wir Kosten sparen? = Überprüfen wir regelmäßig unsere Fixkosten und andere Kosten auf Einsparungsmöglichkeiten?
> Was müssen wir investieren, um attraktiv und leistungsfähig zu bleiben? = Haben wir Investitionspläne gemacht und sind die noch aktuell oder schon überholt?
> ...........?

Sie können diese Liste fortsetzen, je nach dem, was Sie selbst für wichtig halten. Aber tun Sie es, halten Sie solche Besprechungen ab. Es reicht meines Erachtens, dies vielleicht halbjährlich zu tun. Ich habe es immer quartalsweise gemacht.

Laden Sie rechtzeitig Ihre Führungskräfte schriftlich ein (per e-mail).

Und noch eines ist wichtig: Erstellen Sie in jedem Fall eine Protokoll der Führungskreissitzung. Keine großen Romane verfassen! Im Protokoll muss lediglich in Stichpunkten vermerkt sein:

• Zeit, Ort der Besprechung
• Teilnehmer
• Thema
• Beschluss, Ergebnis
• Verantwortlich für Ausführung ist .......
• Zeitpunkt der Ausführung, bis wann zu erledigen
• Checktermin

Sie können sich dafür ein Formular machen mit entsprechenden Spalten; das erleichtert die Arbeit und ist übersichtlich.
Alle Teilnehmer bekommen das Protokoll und bei der nächsten Sitzung wird als erstes besprochen, ob alles erledigt wurde und wenn nein, was waren die Gründe dafür und wie geht es weiter.

Damit bekommen Sie eine Kontinuität in die Umsetzung Ihrer Gedanken und Beschlüsse, stellen sicher, dass die Sitzungen ernst genommen werden, kein Bla-bla entsteht und vermeiden, dass sich Teilnehmer über die Notwendigkeit der Sitzungen beschweren („..kommt doch nichts raus...“).

Eine alte Weisheit: "Erst wurde es erdacht, dann wurde es gemacht".

Nutzen Sie diese Erkenntnis zum Wohle Ihres Unternehmens.